Rover P5b – Ute und Christoph

„Der Rolls Royce des armen Mannes“

Schon seit Längerem durchstöberte mein Mann einschlägige Internetseiten auf der Suche nach einem Oldtimer, der zu uns und unserer Persönlichkeit passen sollte.

„Very British“ musste er sein, außerdem bezahlbar und über ein gewisses Maß an Understatement verfügen. Desweiteren sollte er solide, stilvoll, elegant und komfortabel sein.

Schließlich haben wir ihn gefunden, unseren Rover P5b Coupé, den wir liebevoll auf den Namen „Sir James“ getauft haben.

Abzuholen war er in einem Autohaus bei Koblenz, welches uns immer als ausgesprochen ehrlich, sachverständig und hilfsbereit in Erinnerung bleiben wird.

Nach einem informativen Gespräch zwischen Profischrauber (Geschäftsführer) und Gelegenheitsausfahrer (uns) wechselte unser britischer Freund den Besitzer.

Stolz fuhren wir unsere Neuerrungenschaft aus dem Verkaufsraum hinaus ins Freie. Das erste Ziel auf dem Weg in „Sir James'“ neues zu Hause war die Aral Tankstelle in der Parallelstraße. Schließlich hatte der Wagen noch ein paar Kilometer vor sich, bis er in der heimatlichen Garage geparkt werden konnte.

Mit der Gewissheit, alle Schlüssel an einem Bund vereint zu haben, drückten wir lässig die Knöpfe zur Verriegelung des Oldies hinunter, um unsere Tankfüllung zu bezahlen. Nach unserer Rückkehr mussten wir allerdings feststellen, dass sich das Fahrzeug nicht mehr öffnen ließ. Offenbar war der Zündschlüssel nicht gleichzeitig für die Öffnung der Autotüren zuständig und der dafür vorgesehene Schlüssel lag wohlbehalten im Handschuhfach, wie uns der Händler später mitteilte.

In unserer Not riefen wir das Autohaus an, mit der Bitte um Unterstützung bei der Öffnung der Autotüren. Mit vereinten Kräften und jeder Menge Kreativität, die einem professionellen Autodieb sicherlich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hätte, haben wir es geschafft wieder Zugang zum Fahrzeug zu erhalten.

Der Rest der Fahrt verlief verhältnismäßig ruhig und so parkten wir „Sir James“ schließlich heile und unversehrt in unserer Garage ein. Als kleinen Willkommensgruß haben wir uns dann noch ein kleines Glas Sekt gegönnt.

Stilvoll und elegant, mit einem gewissen Understatement – Eben, „very British“! 🍸


„Sir James“ und der 24. Hochzeitstag“

Eigentlich sollte es nur eine kurze Fahrt ins Grüne werden, um bei schönstem Wetter die Voreifel in unserem Rover P5b Coupé, den wir auf den Namen „Sir James“ getauft haben, zu genießen.

Es war unser 24. Hochzeitstag und wir hatten für 19:00 Uhr in einem Restaurant mitten in der Wildnis einen Tisch für zwei Personen bestellt.

Meine Einwände, so ein altes Auto könnte ja unterwegs irgendwo liegenbleiben und uns damit den gemeinsamen Abend vermasseln, schmetterte mein Mann gekonnt ab.

Schließlich ist er gerade erst gekauft worden, fährt wie ’ne eins und hat eine ADAC Mitgliedschaft. Sein Wort, in Gottes Ohren!

Vorsichtshalber packte ich zum mobilen Navigationssystem noch ein paar feste Schuhe mit Profil hinzu, was mein Mann zu einem breiten Grinsen veranlasste.

Es war ein herrlicher Tag. Der Himmel war wolkenlos und ozeanblau, die Vögel zwitscherten und der Eiskaffee im Schloß Schleiden schmeckte hervorragend.

Schloss Schleiden

Nun war es Zeit aufzubrechen um die Heimreise anzutreten. Ein kurzes Röcheln von „Sir James“ und das verlegene Lächeln meines Mannes verrieten mir, dass es jetzt an der Zeit war, dass Schuhwerk zu wechseln um den Wagen anzuschieben. Bedauerlicherweise konnten wir unseren Oldie nicht dazu bewegen anzuspringen. Also versuchten wir es mit einem Anruf bei den gelben Engeln.

Die Wartezeit betrug eine Stunde, ich bestellte vorsichtshalber den Tisch ab, der Mechaniker war unglaublich lieb und wir haben noch nie in unserem Leben so viele nette Menschen kennengelernt die ein Herz für stehengebliebene Oldtimer und deren Besitzer hatten.

In unserem Fall lag es an der Batterie 🔋 Ein paar wenige Handgriffe und unser betagter alter Wagen konnte wieder gestartet werden. Sogar der Tisch in dem Restaurant war noch frei und so konnten wir unser Essen und den Rest vom Tag, dann doch noch in vollen Zügen genießen.

Bei Fragen zu diesem wunderschönen Rover P5b Coupé bitte eine Email an: christoph.stoll@mail.de

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