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Roverdrive 1 / 2005
Das EFA - Museum für deutsche Automobil-Geschichte
Presse
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Roverdrive
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Südöstlich von München, nicht weit entfernt von Wasserburg am Inn - der Chiemsees ist nahe - liegt die Ortschaft Amerang. Geschichtsträchtige Daten lassen sich meines Wissens nicht mit Amerang verbinden, aber für Freunde automobilen Alteisens lohnt sich der Abstecher allemal.
 

Typisch für die 50er-Jahre: Borgward Isabella Cabriolet an der Tankstelle.
 
Von den Anfängen bis in die Neuzeit bietet das EFA Museum für deutsche Automobilgeschichte einen umfassenden Überblick über den Automobilbau.
 
Die Idee, ein Automobilmuseum entstehen zu lassen, stammt von Ernst Freiberger, Amerang (EFA). Im Alter von 60 Jahren war er 1987 Ehrenbürger der Gemeinde geworden und wollte sich für diese Ehrung erkenntlich zeigen. 1988 wurde mit dem Bau des Museums begonnen, 1990 war Eröffnung. In der relativ kurzen Zeit bis zur Entstehung hatten Freiberger und der spätere Museumsleiter Jakob Maier etwa 150 Fahrzeuge aus deutscher Produktion für Amerang erworben. 1997 verstarb Ernst Freiberger; seine Arbeit wird durch seinen Sohn Ernst Freiberger jun. fortgeführt.
 

 
Rechts oben: Fuldamobil NWF 200, 1954 - 1955
Rechts unten: IFA F8 Cabriolet, 1949 - 1955
 
Unten: Ford Eifel Roadster, 1937 - 1939

 

 


Auf einer Fläche von 6.000 m² findet der Besucher heute mehr als 220 Automobile; die Anzahl verändert sich laufend, da immer wieder Leihgaben von Privatleuten und anderen Museen das Gesamtbild der Sammlung beeinflussen. Es ist bemerkenswert, daß ein großer Teil der ausgestellten Fahrzeuge mit gültigen Kennzeichen versehen ist. Die Bestrebung des Museumsgründers war es von Anfang an, alle Autos nicht nur im äußerlich originalen Zustand zu präsentieren, sondern auch technisch einwandfrei und fahrbereit. Die gezeigte Auswahl an Automobilen gibt einen umfassenden Überblick, welche motorgetriebenen Vehikel Deutschlands Straßen seit Ende des 19. Jahrhunderts unsicher gemacht haben. Vom dreirädrigen Benz-Urtyp über gewaltig hohe und lange Mercedes, von Horch und Maybach bis hin zu Knutschkugeln wie BMW Isetta und Fuldamobil wird die ganze Palette geboten. Der in alle Einzelteile zerlegte VW Golf, ein aufgeschnittener Porsche und Teilmodelle anderer Hersteller lassen Einblicke in den Fahrzeugbau der Neuzeit zu. Porsches Engagement auf den Rennkursen der Welt ist ein eigener Bereich gewidmet; die Entwicklung der Mercedes SL-Modelle ist mit Fahrzeugen in allen Varianten anschaulich dargestellt.
 

 

Oben links: Mercedes-Benz C 111, 1970
Oben rechts: VW, 4-türige Karosserie von Rometsch, 1952
Unten links: NSU Fiat Spider Weinsberg, 1939
Unten rechts: Adler Trumpf Junior Sport, 1935


Zur Zeit bietet das Museum eine Sonderausstellung über das Personenbeförderungsgewerbe. Seltene Exponate wie ein VW Käfer, der 1952 von der Firma Rometsch mit viertüriger Karosserie Taxi-tauglich gemacht wurde und ein Hanomag Komißbrot in Taxi-Verkleidung sind neben Taxis aus anderen Teilen der Welt sowie einer Taxameter-Sammlung zu sehen.
 
Das Museum organisiert Oldtimer-Treffen, deren Termine im Internet (s.u.) bekanntgegeben werden. Zu besonderen Anlässen stehen zwei Fahrzeuge zur Verfügung, die mit Chauffeur gemietet werden können: ein Mercedes Benz 300 Cabriolet D von 1952 und ein Maybach SW 42 Cabriolet, Baujahr 1939.
 

Wanderer W 25 K, 1938 - 1939
 
Rechts: Aus der Plakettensammlung des Museums. 1927 durfte dem Reichspräsidenten von Hindenburg automobil "gehuldigt" werden.



Eine weitere Attraktion hält das Amerang für seine Besucher bereit. Auf einer Fläche von 500 m² ist die nach Angaben des Museums weltweit größte Modelleisenbahnanlage der Spur II zu besichtigen.
 
EFA Museum für deutsche Automobilgeschichte
Wasserburger Str. 38
83123 Amerang

Telefon: 0 80 75 - 81 41
Telefax: 0 80 75 - 15 49
Email: info@efa-automuseum
Web: www.efa-automuseum.de

Öffnungszeiten:
10.00 - 18.00 Uhr
Vom 01.04. - 31.10. Dienstag - Donnerstag
Vom 01.11. - 31.03. an Sonn-und Feiertagen

 
Text und Fotos: Reinhard Stadthaus
 
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