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Roverdrive 1 / 2005
Die Werbung im Jahr 1965
Presse
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Roverdrive
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Vor 40 Jahren - Werbung aus dem Jahr 1965
 
Die Behauptung, die Rover Freunde Deutschland hätten einen höheren Altersdurchschnitt bei ihren Mitgliedern als etwa ein VW GTI- Club, darf wohl als gegeben hingenommen werden.
 
Daher gibt es sicher eine große Anzahl unserer Mitglieder, die bei diesem Beitrag ins Schmunzeln geraten und denken: "Kenn ich -hab ich damals auch gehabt." Diejenigen, die damals noch nicht selbst fuhren, sondern halb liegend und zufrieden vor sich hindösend von glücklichen Müttern durch die Lande geschoben wurden, werden vielleicht verwundert sagen: "Wie, so was hat es tatsächlich mal gegeben und das hat auch noch jemand gekauft?"
 
Jawohl, liebe Freunde, das waren Dinge, die vor 40 Jahren durchaus das Herz eines Autofahrers höher schlagen ließen!
 
Ein Reservekanister, der nicht rostete und klapperte, konnte eine Reise sehr wohl angenehmer gestalten.
 
Entspannteres Fahren mit einem nachgerüsteten Autogurt -hochfest und aus Trevira - gab ein vorher nie gekanntes Gefühl der Sicherheit. Wobei der Schulter-Beckengurt dem Schultergurt auf jeden Fall vorzuziehen war. Die Aussage "spielend leicht zu handhaben" ist aus heutiger Sicht allerdings mehr als nur leicht übertrieben.
 
Angenehmeres Fahren war mit Kokosveloursteppichen aus Neu-Ulm sichergestellt und das Becken-Schenkel-Kissen der Firma Kamei versprach ein Sitzgefühl wie im teuren Sportwa gen!
 
Letzter Schrei war der "Paralux"-Augenschutz- Streifen von Talbot, der glasklar-grüne Sonnenschutz. Biertrinker waren beim Einbau klar im Vorteil: "Wird von innen - mit etwas Bier befeuchtet - gegen die Windschutzscheibe geklebt." Damals war Bier nicht nur flüssiges Brot, sondern auch unverzichtbarer Klebstoff.
 

Der letzte Schrei:
Benzinkanister aus Kunststoff


Für das Wohnzimmer-Gefühl: Teppichboden aus Kokosvelours

Für Sohnemann einen Schrumpf-Cooper

Talbot-Spiegel - Rennflair für Alle


Ab DM 22,50 war man mit dem unverrückbaren Stromlinien-Außenspiegel dabei -ebenfalls von Talbot. Sportliche Fahrer kamen ohne ihn keinen Meter weit.
 
Wer seinem Sohn eine Freude machen wollte, konnte in Steinhagen das voll fahrtüchtige Modell eines Cooper Formel 1-Wagens ordern. Mit 20 ccm Hubraum und 0,75 PS hätte der Kleine dann mit 20 km/h den Garten umpflügen können.
 
Schalten nach Gehör war nicht mehr nötig, als es den BTG-Transistor-Drehzahlmesser zu kaufen gab. Der Motor wurde geschont und das Gerät war durch Temperatur- und Spannungsstabilisation sogar das ganze Jahr über nutzbar.
 
Besser fahren konnte auch, wer seinen Wagen mit einem Akkord-Autotransistor ausgerüstet hatte. In einem Einschub am Armaturenbrett als Autoradio, herausnehmbar als Kofferradio zu verwenden, hatte die Apparatur allerdings nur eine Ausgangsleistung von vier Watt -das wäre eine Zumutung für junge Fahrer von heute in ihren rollenden Diskotheken.
 
Für drei Zigaretten pro Tag versprach die Deutsche-Krankenversicherungs-A.-G. Sicherheit im Krankheitsfall. Aus der Anzeige geht allerdings nicht hervor, ob bei Krankheit die Versicherungssummen ebenfalls in Zigarettenwährung ausbezahlt wurden.
 
Um beim Thema zu bleiben: rauchende Autofahrer hatten immer klare Scheiben und bewegte Luft im Fahrzeug, wenn sie den leicht anzubringenden Auto-Quirl der Firma Julius Fr. Behr aus Stuttgart-Feuerbach installiert hatten.
 
Klare Sicht von außen aber und ein sauberes Auto konnte eigentlich nur derjenige haben, der sich zum Kauf eines APA Autowaschers entschieden hatte. Millionenfach bewährt und mit Wasserhahn im Griffstück; merke: Messing ist dauerhaft, Messing ist solid.
 
Zum Preis von DM 69,00 (regulierbar DM 125,00) wurde dem Langstreckenfahrer mit der Autobahn-Fanfare geholfen. Das italienische Spitzenfabrikat mit Elektro-Kompressor war bestens geeignet, bei Überholvorgängen auf sich aufmerksam zu machen und harmloströdelige Verkehrsteilnehmer aus dem Tiefschlaf zu wecken.
 
Diese Auswahl an Annoncen aus Automobilzeitschriften des Jahres 1965 soll einen kleinen Einblick in die Zeit vor vierzig Jahren geben.
 
Schon damals konnte der Autofahrer sein Geld für mehr oder weniger nützliche Dinge rund um sein Lieblingsspielzeug ausgeben.
 
Text: Reinhard Stadthaus
 
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