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Roverdrive 1 / 2005
Rovertreffen in der Schweiz
Presse
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Roverdrive
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It's never over with Rover
Rovertreffen Lenzerheide vom 20. - 22. Mai 2004

 

 
Bereits Pfingsten letzten Jahres erfuhren wir auf dem P4-Treffen in Horb am Neckar von den Teilnehmern aus der Schweiz, daß ein Treffen in der Lenzerheide über Vatertag diesen Jahres geplant ist. Natürlich war dann die Freude groß, als die Einladung, wenn auch leicht verspätet, im Briefkasten lag. Natürlich glühten dann auch die Telefondrähte mit Aachen und Rostock, um ein Treffen für unterwegs sowie den Rückweg zu planen.
 


Sicherheitshalber habe ich vorher noch meinen P4 aufgebockt, um die Bremsen für die Bergfahrten zu restaurieren. Denn beim letzten Treffen in Innsbruck bin ich mit qualmenden Bremsen bei einer Bergabfahrt am Zirler Berg stecken geblieben.
 
Wie es beim Überholen solcher Dinge üblich ist, tauchen dann mehr Schäden auf als gedacht. In mei nem Falle war der Simmering der Hinterachse undicht und die Trommelbremse feucht. Aus lauter langer Weile habe ich dann auch noch die Vorderachse demontiert, um diese neu zu lagern. Ich wollte ja komfortabel in die Schweiz fahren.
 
Anfang Mai waren dann endlich alle Teile da und als ich loslegen wollte, ereilte mich eine schwere Virusinfektion, die mich über zwei Wochen an das Bett fesselte. Vorbei war es mit der schönen Ausfahrt in die Schweiz mit meinem P4, ich habe dann meinen Land Rover nehmen müssen, immerhin auch ein Rover, wenn auch von Ford.
 


Ein ähnliches Schicksal ereilte Rzepkowskis. An dem 90er wurde kurz vorher noch die Kopfdichtung gewechselt, die zugewachsenen Wasserkanäle gereinigt und ein wegkorrodierter Steg neu eingeschweißt. Dafür musste dann der Kopf neu geplant werden. Mit Rzepkowskis hatte ich mich am Donnerstag um 09.00 Uhr auf dem Rasthof Seesen verabredet. Beide sind bloß kurz vorher mit durchgeblasener Kopfdichtung, der Motor zog Wasser, in Hannover Wülferode liegen geblieben. Aber voller Optimismus hat Norbert seinen Bruder in Rostock angerufen und der kam dann mit einem Reservefahrzeug, natürlich ein Rover, wenn auch neuesten Baujahrs, zum Parkplatz und die Autos wurden umgeladen.
 
Als nächster Termin stand dann ein Treffen mit Jagdfelds um 14.00 Uhr auf dem Rasthof Illertissen an. Pünktlich war ich, jedoch nicht Jagdfelds, die unterwegs bei Karlsruhe in einem Stau über eine Stunde verloren hatten.
 
Also weiter nach Bregenz, um dort Martin vom Ende um 15.00 Uhr zu treffen. Der war pünktlich, bloß ich nicht, da ich im Stau fest saß. Dort traf ich dann auch Huchthausens mit Ihrem SD1.
 
Um 16.00 Uhr waren wir dann alle zusammen und wir fuhren weiter. Gegen 18.00 Uhr erreichten wir dann endlich die Schweizer Grenze. Bregenz war brechend voll, weil jede Menge Ausflügler, einige haben sogar schon im Bodensee gebadet, und Tanktouristen unterwegs waren.
 


Um 19.30 Uhr waren wir dann endlich im Hotel, hatten jedoch keine Chance unsere Zimmer zu beziehen, da wir gleich am "Apero" teilnehmen mussten. Schnell haben wir uns frisch gemacht und umgezogen und sind zum Abendessen gegangen.
 
Pünktlich zum Essen um 20.30 Uhr tauchten dann auch Rzepkowskis auf, die erst gegen 14.30 Uhr in Hannover weggefahren sind. Nach dem leckeren 4-Gänge-Menü haben wir noch lange zusammengesessen und die üblichen Benzingespräche geführt.
 
Am nächsten Morgen wurde nach einem reichhaltigem Frühstück um 09.45 Uhr zur "Besammlung" gerufen, um uns auf die Ausfahrt vorzubereiten. Die Fahrzeuge wurden typenweise auf dem Parkplatz aufgereiht.
 
Besonders fiel der P4 75 Cyclop ins Auge, weil aufgrund seines Kennzeichens AG 2010 böse Zungen behaupteten, daß dies das Fahrzeug unseres Bundeskanzlers wäre (Agenda 2010). Daß wir dann natürlich einäugig in die Zukunft blicken müssten wurde eher mit einem Quentchen Wahrheit belustigt gesehen.
 
Sonja Balsiger und René Fux, die Organisatoren dieses Treffens, hatten ein phantastisch genaues Roadbook erstellt mit sehr guten Erläuterungen, was uns rechts und links der Wegstrecke erwartete. Mehrmals haben wir, ich war als Beifahrer bei Martin vom Ende mit im P4, unterwegs angehalten und uns die Sehenswürdigkeiten betrachtet. U.a. haben wir die Via Mala angeschaut, eine erstaunlich enge Schlucht. In früheren Zeiten muss es eine Quälerei gewesen sein, durch diese Schlucht seinen Reiseweg fortzusetzen.
 


Gegen 12.30 Uhr gab es einen kleinen Sektempfang mit anschließen- dem Mittagessen im Schloß der Stadt Reichenau, dort entsteht der Rhein. Beim Sekt wurden wir vom Schloßherrn Herrn von Tscharner, welcher sich nicht als Schloßherr sondern als Hofnarr bezeichnet, begrüßt. Der "Hofnarr" referierte dementsprechend wunderbar belustigend über die Geschichte des Ortes Reichenau sowie über das Schloß und seine Familie.
 
Nach dem reichhaltigen Essen fuhren wir weiter durch die herrliche Landschaft, leider teilweise begleitet von einigen Regenschauern, nach Schloß Sins zum Kaffee und Kuchen, Nusskuchen! Dort wurde uns, in zwei Gruppen aufgeteilt, das Schloß gezeigt und die Kunst der Sgraffiti näher gebracht.
 
Weiter ging es dann gemächlich zurück ins Hotel. Einige machten vor dem nächsten "Apero" einen Wellness- Ausflug in das Schwimmbad und die Sauna, andere fuhren mal eben kurz nach St. Moritz, andere wiederum schliefen vorm Fernseher ein.
 


Da unsere Rover Freunde aus der Schweiz so ganz nebenbei Ihr 25 jähriges Club-Jubiläum feierten, wurde um 20.00 Uhr dann zum Festbankett geladen, begleitet von Little Fritz am Piano. Auch hier brillierte wieder die Schweizer Küche mit einem 4-Gänge-Menü. Natürlich wurden auch mehrere Festreden gehalten, auch von unserem Präsidenten Manfred Hemmersbach, der zu diesem Anlass den Wanderpokal weiterreichte. Während des Essens kam man sich dann mit den Schweizern und Österreichern näher und die Nacht war mal wieder, wie üblich bei solchen Veranstaltungen, sehr kurz.
 
Am Samstag morgen dann wurde nach dem erneut umfangreichen Frühstück die Zimmer geräumt und das Auto geladen und anschließend ging es dann über Chur nach Maienfeld. Diese Stadt ist berühmt geworden durch ein kleines Mädchen, welches mit Ihrem Großvater auf dem Alm lebte. Na, dämmert's? Richtig: Heidi ist gemeint.
 
Vor dem Schloß erwarteten uns zwei Stadtführer, welche uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt näher brachten, jedoch nicht Heidi. Anschließend wurde uns im Schloß ein Abschiedsessen mit Bündnerfleisch gereicht. Nach dem Essen kam der große, tränenreiche Abschied.
 
Nochmals gilt unser Dank an die perfekte Organisation dieses wunderschönen Treffens durch Sonja Balsiger und René Fux. Es war mal wieder ein unvergessliches Wochenende.
 
Wir, Jagdfelds, Rzepkowskis und ich sind dann zusammen bis Nördlingen gefahren und haben dort eine weitere Nacht verbracht. Nördlingen ist ein wunderschönes, altes Städtchen mit einer noch komplett erhaltenen Stadtmauer. Um 20.30 Uhr haben wir eine Stadtführung mitgemacht, welche wirklich romantisch war und uns in die Geheimnisse der Stadt einführte. Übrigens liegt Nördlingen nicht in einem erloschenen Vulkankrater sondern in dem am besten erforschten Meteoritenkrater der Welt mit einem Durchmesser von ca. 25 km.
 
Am Sonntag sind wir dann nach dem Frühstück noch die 350 Stufen zum Kirchturm hinaufgeklettert und haben uns die Stadt von oben angesehen. Danach verabschiedeten wir uns und jeder fuhr nach Hause Richtung Westen, Norden und Osten.
 
Teilnehmer der Rover Freunde waren:
Martin vom Ende - P4 100
M. Hemmersbach - 75 Tourer
Herrn und Frau Huchthausen - SD1
Heinz Jagdfeld nebst Gattin - P4 100
Otto Müller und Frau - P6 3500
Norbert Rzepkowski mit Ehefrau - MG ZT Tourer
Tobias Wehrstedt - LR 110 HT
 
Text: Tobias Wehrstedt
Fotos: Peter Nussbaumer

 
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