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Roverdrive 2 / 2003
Rover Freunde Deutschland präsentieren sich erstmals auf der Retro Classics
Presse
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Roverdrive
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Die Rover Freunde Deutschland e.V. und die Retro Classics in Stuttgart waren eine unerwartet gelungene Verbindung. Das ist keine subjektive Aussage eines zweckoptimistischen Präsidenten, sondern der Eindruck aller hilfreichen Rover-Freundinnen und -Freunde, die während der Messe auf dem Stand Dienst geschoben haben. Um aus diesem Ereignis-Protokoll kein Gefasel werden zu lassen, hier eine gegliederte Berichterstattung.
 
Die Retro Classics findet jährlich statt und soll wohl eine südliches Pendant zur Techno Classica in Essen sein. Wir Rover Freunde konnten uns über einen rund 120 m² großen Stand in Halle 6 freuen - eine optimale Lage, wie sich herausstellen sollte.
 
Der Aufbau
 
Der Präsident reiste am 5. März mit seinem - dank vielfältiger Materialien zum Standaufbau und Standbetrieb leicht überladenen Auto - gegen 13 Uhr in Stuttgart an. Sein zurückhaltendes und vielleicht hilflos erscheinendes Wesen forderte einen türkischen Angestellten des mit der Bewachung der Hallen beauftragten Unternehmens zu einer - auch während der gesamten Messe anhaltenden - liebenswerten Hilfsbereitschaft heraus.
 
Stand Retro Classics Die Schätzchen der Rover Freunde fanden reges Interesse, besonders bei jungen Leuten.
Die Standbesatzung war gut damit beschäftigt, alle Fragen zu beantworten - Langeweile gab es nicht.

 
Die Fußbodenplatten waren noch nicht fertig gelegt, als bereits das erste Schmuckstück, ein P4 des Baujahres 1953, vom Clubmitglied Dr. Volker Tetzner angeliefert wurde. Natürlich auf eigenen Rädern. Etwas später erschien Clubmitglied Georg Litchenhaus und griff kräftig mit in die Speichen. Er lieferte leihweise eine Kühlbox, eine Kaffee- Maschine, Kaffeekanne, Abstelltische, Kabel und Kabelverlängerungen an. Und eine große, dekorative Rover - Fahne.
 
Retro Classics P6 Müller Stets dicht umlagert war Otto Müllers P6B.
 
Am 6. März kam unser Schriftführer Horst Ballé dazu, der die Standbegrenzungswände mit vornehm grünem und schwer entflammbarem Tuch behängte. Das sah toll aus und ist für den Mehrfachgebrauch geeignet. Auch schöne Poster zum P6 und zum SD 1 brachte er mit. Nach und nach trudelten auch die restlichen Ausstellungs-Fahrzeuge ein.
 
Die Ausstellungs-Fahrzeuge
 
Folgende Fahrzeuge waren von Clubmitgliedern nach Stuttgart gebracht worden und zierten unsen Stand: ? 10 hp Open Tourer von 1934, grün (Karl-Ulrich Herrmann, Renningen) ? 12 hp Saloon von 1939, rot/schwarz (Rolf Bernauer, Viernheim) ? P4 75 Saloon von 1953, schwarz/silber (Dr. Volker Tetzner, Stuttgart) ? P6B 3500 S von 1974, rot/schwarzes Vinyldach (Otto Müller, Saarbrücken) Alle Fahrzeuge rollten auf eigenen Rädern an.
 
Links: Präsident Manfred Hemmersbach im Gespräch mit dem Organisator der Retro Classics, Clubmitglied Karl-Ulrich Hermann und Clubmitglied Dr. Tetzner (sitzend).
Rechts: Frau Börsig mit Tochter.


Die Standbesatzung
 
Im Verlauf der dreitägigen Messe stellten sich dem Präsidenten folgende Clubmitglieder zur Verfügung: Horst Ballé am Freitag, Familie Michael Peter Börsig mit Frau und Tochter Börsig sorgten sich am Samstag und Sonntag liebevoll um das Wohl der Gäste, Dr. Volker Tetzner war an allen Tagen zugegen, dazu kamen sporadisch Michael vom Ende, Georg Litchenhaus und Rainer W. Rothweiler. Allen sei an dieser Stelle schon für ihr Engagement herzlich gedankt.
 
Der Messeverlauf
 
Der erste Tag, ein Freitag, war noch relativ ruhig. Die Schwaben lassen sich auch durch ein solch glanzvolles Ereignis nicht vom Schaffen abhalten. Und die, welche nicht arbeiteten, waren noch in den Ferien. Doch es kam schon zu den ersten interessanten Gesprächen - und das hauptsächlich über den P6. Sehr voll wurde es am Samstag und am Sonntag. An beiden Tagen war die Resonanz auf den Stand der Rover Freunde e.V. überdurchschnittlich. Es outeten sich mehrere P4-Besitzer aus dem süddeutschen Raum und aus der Schweiz, die von der Existenz unserer Vereinigungen nichts wussten. Es konnten einige Anbieter und Kaufinteressenten für diese Rover-Baureihe zusammen geführt werden. Einige ehemalige und eventuell wieder interessierte SD 1 - Fahrer stellten sich vor. Auch eine Delegation aus Österreich besuchte uns am Stand. Doch geradezu unheimlich war das Interesse am ausgestellten P6 von Otto Müller. Abgesehen davon, dass er auch wunderschön anzusehen war, konnte man erkennen, daß besonders männliche Wesen zwischen 30 und 40, die vielfach in weiblicher Begleitung erschienen, sich nach der wilden Phase des Offenfahrens nach einem geschlossenen und außergewöhnlichen Fahrzeug sehnen. Sie brachten klar und deutlich zum Ausdruck, daß sie - und das bei einem Großangebot von Daimler-Benz, Porsche und BMW - gerade diese Marken eben nicht fahren wollen.
 
Der schöne P4 75, Baujahr 1953, in schwarz/silber.


Wir kamen vor lauter Erläuterungen zur Technik, zu Preisen für unterschiedliche Kaufzustände, Bezugsquellen etc. kaum zum Verschnaufen. Oh, ihr armen jungen Leute, deren Väter damals nichts von Rover wissen wollten! Es mußte damals ein Daimler sein. Bei diesem Interesse wird MG-Rover nicht daran vorbei kommen, die Produktion des P6 wieder aufzunehmen. Aber auch die anderen Fahrzeuge hätten mehrmals verkauft werden können. Es wurde wie verrückt digital photographiert und Video gefilmt. Kurzum – es war richtig und wichtig, unsere Fahrzeuge in Stuttgart auszustellen.
 

Immer ein herrlicher Anblick: Der Rover 12 hp, Baujahr 1939, in rot/schwarz.

 


Die Retro Night
 
Am Abend des Samstag fand sowohl für die Aussteller als auch für das geschätzte Publikum eine Retro Night mit vielfältigen Darbietungen statt, durch die Ron Williams in gekonnter Manier führte. Eine hervorragende Big Band spielte von den Ohrwürmern der Dreißiger bis zum Rock‘n‘Roll Bekanntes und weniger Bekanntes, dazu gab es gekonnte, mitreißende Tanzdarbietungen. Die Gesangsinterpretinnen und –interpreten, die, obwohl (zumindest dem Chronisten) namentlich nicht bekannt, konnten sich sowohl stimmlich als auch in der Darbietung durchaus mit bekannten Größen messen. Ein gelungener, entspannender und sehenswerter Abend zum Abbau des Messe - Streß. Im Laufe des Abends wurden noch Preise für die Besten unter den gelungenen Ausstellungsständen vergeben, eine hochkarätig besetzte Jury hatte die Auswahl getroffen.
 

 

Oben: Der sportliche Rover 10 hp Open Tourer von 1934.
Rechts: Es war allerhand geboten bei der Retro Night.


Der Abbau
 
Sofort nach Messeschluß begann der große Abbau in der Halle. Bis gegen 22 Uhr waren alle begehrenswerten Gegenstände wieder in den Autos von Familie Börsig, Manfred Hemmersbach und Georg Litchenhaus verstaut. Auch die Autos der Herren Bernauer und Herrmann wurden am Abend abgeholt. Am 10. März erledigten Dr. Tetzner und Manfred Hemmersbach noch den Rest der Arbeit. Herr Dr. Tetzner rauschte mit seinem P4, der sofort ansprang, davon. Gegen Mittag holte Otto Müller seinen P6 ab. Manfred Hemmersbach verabschiedete sich fast tränenreich von seinem neuen türkischen Freund von der Bewachungsfirma - bis zum nächsten Jahr. Der übernimmt für seine Firma ab dem 15. März den Dienst bei der umstrittenen Leichen-Ausstellung in Stuttgart. Au weia! Nach dem Aufpassen auf unsere Rover - Fahrzeuge nun Aufpassen auf Leichen. Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen. Für uns steht fest: Sollten sich die Teilnahmebedingungen nicht wesentlich ändern, werden wir im kommenden Jahr wieder in Stuttgart präsent sein.
 
Text: Manfred Hemmersbach
Fotos: Manfred Hemmersbach, Michael Peter Börsig
 
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