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Roverdrive 1 / 2003
4. Internationales Rover-Treffen in Österreich
Presse
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Roverdrive
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Mit Freude erhielt ich die Einladung des österreichischen Rover- Club für ein Treffen vom 20. bis 22. September 2002 im Großraum Innsbruck. Der Entschluß, daran teilzunehmen, stand sofort fest, doch die Überzeugungsarbeit, daß meine Ehefrau mitkommt, dauerte sehr lange und scheiterte letztlich doch.
 
Bevor ich meinen Bericht beginne, stelle ich zunächst die Teilnehmer aus Deutschland, geordnet nach der Länge der Anfahrt und ohne Titel und Berufsbezeichnung zu nennen, vor.
 
Aus dem deutschen Teilnehmerfeld: Familie Jagdfeld, Tobias Wehrstedt (Mitte).
 
Es nahme teil: Erich Klausen und Frau (P6 3500), Jörg Sylvester (214 Cabrio), Günter Schweppenstedde (SD1), Hans Georg Grawert (P6 3500), Heinz Jagdfeld nebst Gemahlin Inge (eigentlich P4 100), Tobias Wehrstedt (P 4 100), Martin Blum und Volker Hagen (114), Otto Müller mit Begleitung (P6 3500), Martin vom Ende (P4 100) und auch Jean Nosbaum (SD1) kam mit drei Freunden aus Luxemburg. Insgesamt kamen Teilnehmer aus Italien, der Schweiz, Deutschland, Luxemburg und natürlich Österreich.
 
Gegen 7.30 Uhr am Freitag, den 20, September, fuhr ich los, um mich mit Jörg Sylvester am Rasthof Seesen zu treffen. Als wir gerade vom Rasthof fuhren, erhielt ich einen Anruf von Familie Jagdfeld, daß der P4 wegen Schaltproblemen wieder in die Garage gestellt worden sei und die Anfahrt mit dem schnöden Audi A6 erfolgen würde. Der Zeitpunkt des geplanten Treffens am Rasthof Ellwanger Berge könne sich daher verzögern. Dem war dann auch so. Wir erreichten unsere Etappe eine Viertelstunde zu früh, Jagdfelds fast eine halbe Stunde zu spät. Der nächste Termin stand dann schon für 15.00 Uhr am Rasthof Allgäuer Tor an, um Martin vom Ende einzusammeln. Von dort aus ging es dann weiter über Füssen/Reutte und dem Fernpaß nach Innsbruck, wo wir gegen 18.00 Uhr eintrafen. Unterwegs hatten wir mit mehreren Regenschauern zu kämpfen, teilweise war auf der Autobahn nur eine Geschwindigkeit von 50 bis 60 km/h gerade noch vertretbar. Und wer den P4 kennt, weiß, welche Leistung die kleinen Wischer bei langsamer Bewegung vollbringen müssen. Nach etwa 10 Minuten ist man bereits tauglich für weitere Blindflüge.
 

 
Nach einer Verschnaufpause und mit neuer Kleidung wurde zum Empfang mit anschließendem Gala-Diner geladen. Vor der Nachspeise sprachen die Präsidenten der anwesenden Clubs ein paar Grußworte. In unserem Falle schlug sich Heinz Jagdfeld als Vertreter mit Bravour, zumal er den 1999 von den Holländern als Wanderpokal gestifteten Zinnteller mit Namens- Gravur offiziell in Empfang nahm. Alle Präsidenten sprachen ihre Hoffnung aus, daß das nächste Treffen in Deutschland stattfinden werde. Nach einem guten, übersichtlichen Diner und anschließenden Benzingesprächen ging es dann gegen Mitternacht - oder später - zu Bett.
 
Die Nachtruhe währte nicht lange. Bereits um 8.45 Uhr fand, nach einem reichhaltigen Frühstück, die Fahrerbesprechung vor dem Hotel statt. Es regnete dabei übrigens. Die Strecke führte von Innsbruck am Achensee vorbei Richtung Tegernsee. Kurz hinter der Grenze bogen wir dann links auf eine Mautstraße ab und fuhren am Sylvenstein-See vorbei Richtung Mittenwald. Weiter ging es dann durch das Leutaschtal nach Seefeld. Eine mit Sicherheit landschaftlich schöne Strecke, leider behinderten der Regen und der Hochnebel diese optischen Reize.
 
In Seefeld gab es im besten Hotel am Plat ze (5 Sterne) eine phantastisches Kalt- Warmes Buffet. Es war so reichhaltig, daß man gar nicht von all den leckeren Sachen probieren konnte. Alleine die Auswahl der Desserts war schon eine Augenweide und zum Essen fast zu schade. Martin vom Ende hatte die künstlerische Ader einen kleinen Schwan aus Brandteig in einem See aus Vanille-Soße vor einer Klippe aus Mousse-au-chocolade und einem Strand aus Weinschaum-Creme auf dem Teller zu drapieren. Sehenswert! Der einzige kleine Wermutstropfen waren die Getränkepreise, die die Teilnehmer immer selber tragen mussten. Diese ließen doch das Table-dancing vermissen.
Mit vollem Magen lohnte sich anschließend noch ein kleiner Spaziergang in Seefeld bei Sonnenschein, bevor es weiterging.
 

 
Die Strecke führte nun von Seefeld aus über den Zirler Berg mit 16 % Gefälle (das fanden die Bremsen des P4 garnicht gut, ich musste mit glühenden Scheiben am Fuße des Berges eine halbe Stunde pausieren), durch Innsbruck hindurch weiter nach Hall in Tirol, wo auf dem Marktplatz des schönen mittelalterlichen Städtchens die Fahrzeuge bei leicht bedecktem Himmel ausgestellt wurden.
Wie man unschwer erkennt, hat auch Österreich schon besseres Wetter gesehen. Aber wenn so schöne Autos da sind, stören ein paar Tropfen nicht.


Gegen 17.00 Uhr fuhren wir von dort aus zurück ins Hotel und legten eine Pause ein. Ab 19.00 Uhr veranstaltete das Hotel, welches über eine eigene Schnapsbrennerei verfügt, eine Degustation. In einer Blockhütte neben dem Hotel wurden sechs verschiedene Obstbrände gereicht - alle auf nüchternen Magen. Sie zeigten schon ihre Wirkung. Ach so, es regnete übrigens.
 
Ab 20.00 Uhr wurde dann zum Tiroler Abend gebeten, der aufgrund zweier weiterer Großveranstaltungen im Hotel organisatorisch etwas aus den Fugen geriet. Die rund 100 Teilnehmer wurden auf zwei Räume verteilt und es mussten noch Tische und Stühle zusätzlich gerückt werden. Glücklicherweise klappte es mit dem Essen aber ganz gut. Auch hier wurde wieder eine Begrüßungsrede vom Organisator Viktor Svoboda, mit dem dezenten Hinweis, daß es schön wäre, wenn 2003 ein Treffen in Deutschland stattfinden würde, gehalten.
 

 
Da am Sonntag die Abfahrt zum Schloß Ambras ebenfalls schon um 9.00 Uhr stattfand, war auch diese Nacht kurz.
Schloß Ambras verfügt wohl über die größte Sammlung an Ritterrüstungen und vielen Kuriositäten, die der damalige Landesfürst von Tirol um 1580 gesammelte hatte. Nach einem Wegezoll von 8,00 einschließlich Führung wurden wir etwa 1 1/2 Stunden durch das wunderschöne Schloß geführt. Anschließend gab es ein Wurstbuffet im angrenzenden Schloß-Restaurant.
 

 
Da sich der Keilriemen meines P4 in Auflösung befand, wurde dieser schnell zwischen Führung und Würstchen unter der Mithilfe von Heinz Jagdfeld gewechselt. Dadurch fiel unsere Mahlzeit etwas kürzer aus. Gegen 13.00 Uhr war dann offizielles Ende und bei der Verabschiedung erwähnten die Präsidenten der jeweiligen Clubs, daß sie sich sehr auf das Treffen im nächsten Jahr in Deutschland freuen werden. Die Winke mit den überdimensionalen Zaunpfählen waren eindeutig nicht zu übersehen. Kurz am Rande erwähnt: es regnete immer noch.
 
Der Nachwuchs staunt nicht schlecht...
 
Wir traten alsbald den Rückweg über den Fernpaß an. Kurz hinter Füssen trennten sich die Wege, da Familie Jagdfeld und Jörg Sylvester über die eindeutig schnelleren Autos verfügten. Gegen 22.15 Uhr war auch ich zu Hause.
 
Fazit: Es war wieder ein gelungenes Treffen, welches etwas -aber auch wirklich nur etwas - unter dem Wetter (deshalb auch die jeweilige Wetterlage in meinem Bericht) und dem kurzfristigen Zeitraum der Organisation gelitten hat.
 
Autor: Rover Freund Tobias Wehrstedt, Wolfenbüttel
Fotos: Martin vom Ende, Günter Schweppenstedde

 

 
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