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Rover Freunde Deutschland e.V. 8hp 14_45hp P4 P5 P6 SD1 800

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Autor: Martin Blum, Oktober 2004
 
Bericht anläßlich der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag der Rover-Automobile auf Ragley Hall, Alcester, Warwickshire vom 09. bis 12. 06. 2004
 
Das Wetter am 9. Juli war eigentlich ähnlich, wie all die Tage und Wochen bereits vorher, schlecht. Ich befand mich gerade auf der A4 in Richtung Aachen wo ich mit Familie Jagdfeld in Alsdorf verabredet war. Dort würde ich dann auch Familie Rzepkowski aus Rostock kennen lernen, die bereits am Vorabend eingetroffen waren. Hatte es in den letzten Wochen einen eher miesen Sommer gegeben, der wenig Sonne hatte, so versprach der jetzt wieder heftig einsetzende Regen für unsere bevorstehende Reise nach England nicht viel Gutes. Gegen 8:45 Uhr stand ich dann, mittlerweile nur noch im Nieselregen, bei Jagdfelds die noch frühstückten, vor der Tür. Nach einem gemeinsamen letzten Kaffee, bei dem ich Susi und Norbert Rzepkowski kennen lernte, konnte es dann losgehen.
 
Heinz Jadgdfeld hatte sein "Tantchen", einen Rover P4 100, Baujahr 1960 bereits vollgetankt und verlud schnell unser Gepäck und die Jacken und die Fahrt begann. Da ich selber P6 fahren gewohnt bin und den P4 eigentlich nur "aus der Ferne" kannte, abgesehen von einer kleinen Fahrt als Beifahrer bei einem Treffen in Österreich, einige Zeit zurück, war ich natürlich gespannt wie es sein würde mit einem "Tantchen" eine so große Strecke zurückzulegen. Das Ziel war immerhin Stratford-upon-Avon, welches in der Grafschaft Warwickshire liegt, in der Mitte Englands und Weltruhm genießt als Geburts- und Wirkungsstätte William Shakespeares. Für ein über 40 Jahre altes Auto also eine ganz ordentliche Distanz von gut 700 Kilometern an einem Tag!
 
Um es gleich vorweg zu nehmen, liegen geblieben ist keines der "Tantchen". Weder unsere beiden, noch die zwei weiteren P4 von Tobias Wehrstedt aus Wolfenbüttel, der zusammen mit seiner Tochter Nora reiste, und auch nicht das Auto von Anni und Werner Müller aus Oldenburg, die wir aber erst am Hafen von Calais treffen sollten. Mit von der Partie, war der Schwager von Tobias, Carsten, der in seinem VW-Bus zwei Imperial-Rover Motorräder aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts mitnahm und den P4-Pulk begleitete.
 
Am Hafen von Calais angekommen, ging es erst mal nicht weiter. Das Schiff hatte angekündigte 30 Minuten Verspätung, die sich aber auf 90 Minuten ausweitete. Wie sich schnell in Dover rausstellte, gab es wohl Probleme beim Öffnen der Bugtüre, die über einen Kette mechanisch geöffnet werden mußte. Nachdem wir dann endlich in Dover von Bord gehen konnten, ging die Fahrt, die ja bis dato störungsfrei, abgesehen vom Schiff, abgelaufen war weiter - diesmal links herum. Der Beschilderung folgend von Dover in Richtung Folkstone via Küstenstraße über die weißen Kreidefelsen und Hügel entlang Richtung London zur Ringautobahn M25. Heinz und die anderen hatten sich schnellstens an den Linksverkehr gewöhnt, und man bekam, jeder der mit dem Auto schon einmal in Großbritannien unterwegs war kann dies bestätigen, von den "Einheimischen" Schützenhilfe. Zumal der Konvoi von vier offensichtlich alten Autos das Interesse der anderen Verkehrsteilnehmer weckte. Vier Rover P4 auf einen Streich sieht man heutzutage auch in "Merry old England" nicht täglich, schon gar nicht mit ausländischen Nummernschildern. Hatten wir bereits in Holland und Belgien feststellen können, dass von Kindern aus vorbeifahrenden Autos öfters, und aus Reisebussen so gut wie immer, gewunken wurde, was darin gipfelte, dass die 4 Passagiere eines "Seventyfive" in Belgien uns auf der Autobahn laut hupend und blinkend zuwunken, so fand dies jetzt auf der M25 im Stop and Go um Heathrow herum seine Fortsetzung.
 
Während wir im Stau auf dem größten Stadtautobahnring der Welt (120 mls = 193 km) ehrfurchtsvoll den im 6 Sekunden Takt von Heathrow, dem größten Flughafen Europas, startenden Jets, die über uns hinweg donnerten nachschauten, zollten die an Dauerstau und Flugzeugstau gewohnten Bewohner der größten (Haupt-) Stadt Europas der ganz ohne Zweifel größten Ansammlung von ausländischen Rover P4 ihren Tribut. Insofern auch dies ein Rekord!
 
Immer wieder sah man, besonders jüngere Verkehrsteilnehmer, die sich die Autos sehr aufmerksam ansahen. Jugendliche, die diese Autos selber gar nicht mehr kennen, wie ihre Blicke aus den Autos entlang glitten um dann an der Motorhaube mit dem Typenzeichen hängen zu bleiben, und, bedingt durch die geschlossenen Fenster, stumm den Namen Rover buchstabieren. Bei älteren Verkehrsteilnehmern konnte man immer wieder spontane Freude und Wiedererkennen registrieren. Jugenderinnerungen! Schließlich war "Auntie" früher sehr verbreitet und beliebt gewesen. Heinz nahm es gelassen zur Kenntnis und grinste.
 
Nachdem wir London passiert hatten, was alles in allem ca. 3 Stunden gekostet hatte, ging es dann flott die M40 weiter in Richtung Oxford, nordwärts. Über die Ausfahrt Warwick und dann der Landstraße folgend erreichten wir unser Ziel Stratford gegen 20 Uhr. Nachdem wir alle Quartier bezogen hatten, ich bei einem ortsansässigem Freund, die anderen im "Moonraker Hotel", traf man sich später noch auf einen Absacker im "Red Lion", direkt am Avon gelegen, um auf die gelungenen Anreise und das bevorstehende Wochenende anzustoßen.
 
Am Samstag trafen wir uns dann morgens um das British Heritage Museum Of Transport in Gaydon, ca. 15 Kilometer von Stratford entfernt, zu besuchen. Vorbei am "Red Lion" rechts weg über die mittelalterliche Avon-Brücke ging es über gewundene Landstraßen nach Gaydon. Die vier Oldies schlängelten sich bergauf und bergab über hügelige Sträßchen die sich wald- und heckenbesäumt durch die lieblichen Hügel der Midlands von Dörfchen zu Dörfchen schlängelten um nach 30 Minuten an der Zufahrt des Museums zu enden. Vor dem Hauptgebäude angekommen fanden wir noch diverse englische P4 auf dem Parkplatz. Offensichtlich ebenfalls Roverfahrer, die zum 100-jährigen am Sonntag nach Ragley Hall wollten. Im Museum selber starteten wir mit einem Besuch des Shops, der ein umfangreiches Angebot bereit hält. Angefangen über Kopien von Konstruktionszeichnungen zahlreicher Autos und Marken wie Austin, Riley, Wolseley und auch von "Fremdmarken" wie z.B. Ford, Aston Martin und Jaguar, über T-Shirts, Videos, Tassen, Bücher, Reparaturanleitungen und Automodellen in 1:43, Schlüsselanhängern, Postern und Postkarten konnte man sehr lange stöbern und auch viel Geld los werden. Das neuste Modell von Vanguards im Maßstab 1:43 war der Rover SD 1 als schwarze Vitesse EFI und als Autobahnstreifenwagen. Es gab auch Jubiläums-Serien Rover P6 in Original MG-Rover-Verpackungen und vieles mehr. Hier wurde ich dann auch endlich fündig für einen passenden Austin-Schlüsselanhänger für meinen 1973er Allegro, den ich ebenfalls besitze. Dann ging es der Autosammlung selber zu, die im Keller des Museums plaziert ist. Wenn man die Ausstellung im Uhrzeigersinn begeht, bekam man zuerst die Fahrzeuge aus den Anfängen der Motorisierung zu sehen und arbeitet sich dann langsam durch bis in die Jetztzeit. Es gab eine ganze Reihe seltener Autos wie Rover HP8 von 1904, der noch sehr kutschenartig ist über diverse Rover der 20er, 30er Jahre wie Rover 16/50 Coupe von 1927, 1929er Light Six Sportsman Saloon, 1912er Rover 12 HP Landaulette bis hin zu den Autos von heute wie Rover 100 (Metro), Rover 600, 800 etc. Aber es gibt auch natürlich andere Marken wie Albion, Morris, Triumph, Wolseley, MG, Rolls Royce und seit das Museum im Besitz der Ford-Motorcompany ist, natürlich auch Exponate von Ford selber, wie Anglia, Zephyr, Capri I und III, Zodiac als auch der "Ford" - Marken Jaguar, Aston Martin und Land Rover.
 
Besonderes Highlights waren Rover P6BS Sportcoupe, SD 1 Station Wagon, P5B Saloon der Queen, ein weiterer P5B Saloon, der als Transport diverser Premierminister, von Harold Wilson bis hin zu Margaret Thatcher diente, eine Sonderausstellung von MG-Hochgeschwindigkeits-Rekordfahrzeugen und einer Land Rover Ausstellung. Es gab alles in allem Autos aus 100 Jahren zu sehen bis zum derzeit gebauten "Seventyfive" und Jaguar XK8. Um die ca. 100 ausgestellten Autos anzusehen, ohne besonders lange bei einem zu verweilen, waren schon knapp zwei Stunden nötig, so daß der Besuch wirklich lohnend war zumal die Ausstellung regelmäßig wechselt und mit ihren gesamt 300 Exponaten alle Marken umfaßt, die aus BMC-Zeiten bis British Leyland. Auf der Rückfahrt entlang der gleichen Route wie bei der Hinfahrt konnte das Tantchen dann auch zeigen was in ihm steckt. Bei einem Überholmannöver auf der hügeligen Landstraße waren die 100 PS aus 2,6 Liter Hubraum gefordert. Heinz schaltete in den 3. Gang zurück und nutzte eine ausreichend große Lücke um direkt zwei LKW hintereinander zu überholen. Wie erstaunt war ich, zumal P4 unerfahren, wie behende dieses alte, doch so gestreng dreinschauende Auto sich and den LKws vorbei schob! Wer hätte da gedacht? Auntie picked up her skirts and rushed!!! Zumal ich bis zu diesem Punkt der Reise den P4 als äußerst kommoden Reisebegleiter erlebt hatte, mit dem es sich in großer Würde und Ruhe mit Stiel reisen läßt. Heinz grinste zufrieden vor sich hin. Langsam verstand ich auch warum. Seine Frau Inge saß ebenfalls zufrieden auf der voluminösen Rückbank und versorgte uns immer wieder mit Keksen, Tips und Informationen zur Strecke während sich der Konvoi wieder nach Stratford schlängelt um dort einen freien Nachmittag zur Besichtigung der Stadt und zum Shopping zu nutzen. Das Wetter hatte sich bis dato als recht stabil erwiesen wobei es zwischendurch sogar richtig sonnig gewesen war. Hatte dies für den nächsten Tag hoffen lassen, sank diese Hoffnung jäh, als der kontinentale Regen vom Freitag uns am frühen Abend einholte. Wir hatten uns gegen 17:30 Uhr am Marktplatz verabredet um kurz drauf in "The Old Thatch Tavern", einem seit ewigen Zeiten am Platz anwesenden Pub abend zu essen. Nach dem Essen zogen wir dann noch weiter zu einem kleinen gemütlichen Pub-Crawl ins "Beafeater", wo wir allerdings hängen blieben bis zur "Last Order". Mein Freund Bill, der auch zugegen war und sich uns angeschlossen hatte, lud uns dann noch zu einem Sekt und Musik aus seiner 70er Jahre Jukebox zu sich in sein Haus ein, wo wir auf den 21. Geburtstag, von Florian, dem Sohns von Rzepkowskis anstießen. So klang der Abend dann mit einem Toast auf das Geburtstagskind und "Happy Birthday"-Gesängen aus.
 
Am nächsten Morgen, dem Sonntag, ging es dann um 10 Uhr endlich dem Höhepunkt entgegen. Das RSR (Rover Sports Register) hatte für Sonntag zur Feier 100 Jahre Rover Automobile eingeladen. Ort des Geschehens sollte Ragley Hall, ein großer Herrensitz aus den 18. Jahrhundert sein, daß mit 7000 Hektar Ländereien und Parklandschaft sowie Rosengarten, Irrgarten und Stallungen vor den Toren der Ortschaft Alcester, malerisch in eine Wiesen-Felder-Hügel Landschaft eingebettet liegt. Bewohnt wird es von Lord und Lady Hertford zusammen mit ihren 3 Kindern und jeder Menge Personal. Ohne Zweifel war dies ein dem Anlaß entsprechend würdiger Ort. Nach Ankunft am Tor wurde man von Mitgliedern des RSR begrüßt und die Autos entsprechend ihrer Baureihen und Baujahre in ihre entsprechend dafür vorgesehenen Reihen einklassiert. Die Autos kämpften sich also langsam die riesige Auffahrt, durch die links und rechts in der Parklandschaft grasenden Schafe, bergauf, um nach ca. 2 Kilometern von dem auf der rechten Seite hoch über uns thronenden, beeindruckenden Herrenhaus begrüßt zu werden. Nicht weniger beeindruckend waren die in Reihen aufgebauten, bereits vorhandenen Fahrzeuge. Zu Fuß des Hausen reihten sich die Autos aus sämtlichen Baujahren, beginnend mit kutschenhaften Gefährten wie HP8 Two Seater von 1907, 1922er Rover Eight Flat Twin Coupe und zahlreicher anderer, zum teil auch extra aus Gaydon herangeschaffener Fahrzeuge, weiter über eine große Zahl Modelle der 30er und 40er Jahre, P1, P2; P3 in verschiedenen Farben und Formen. Weiter ging es mit einer riesigen Gruppe P4,die die mit Abstand größte Gruppe in der ungefähr 400 Fahrzeuge zählenden Ausstellung stellte, einer Reihe P5 in Saloon und Coupe Form, sowohl 6-Zylinder als auch V8, einer Armada aus P6 in allen Varianten inklusive der sehr seltenen Estates in V8 Form.
 
Von den modernen Autos hatte man eine Doppelreihe gebildet, so daß die leider nur sehr wenigen SD 1 sich einreihten in die Gruppe aus 800ern 1. und 2. Serie, Limousinen und Coupés, diversen 200ern 2. und 3. Serie sowie einer Reihe 200 Coupés, meistens 220 Turbos. Vereinzelt gab es "Raritäten", wie 400 Tourer, ein in England merkwürdigerweise kaum am Markt befindliches Auto, Rover 216 Vitesse (1. Serie) oder Rover 820 Turbo und 620 Turbo zu bestaunen. Überhaupt nicht zugegen waren die von Rover "adoptierten" 100er der Metro-Serie, weder Limousine noch Cabriolet und auch keine GTIs. Dafür standen aber etwas abseits des Ausstellungsfeldes vereinzelt "Überlebende" aus der British Leyland Familie wie Morris Marina GT Coupe in dunkelblau/silber, oder ein Triumph Stag in braun, ein Triumph Dolomite in grün und andere. Eine kleine Ansammlung von Einzelstücken, wie P4 Cabriolet oder die ebenfalls sehr seltenen Marauder Sport-Cabrios steigerten die Exklusivität der Veranstaltung erheblich, so dass man mit noch viel mehr Spaß zwischen den Autos auf Decken saß um zu picknicken. Very British, indeed!
 
Die Spitze des Ausstellungsfeldes bildete eine Reihe von MG-Rover Neuwagen die auf einem Stand des Herstellers präsentiert wurden. So kam man dann endlich mal leibhaftig zum Anblick und auch Probesitzen im neuen Stadtauto, dem Cityrover, der ja bekanntermaßen in Indien gebaut wird. Auch waren die neustenVersionen von "Twentyfive", "Fortyfive" und "Seventyfive", gerade frisch renoviert, zugegen. Ebenso der auf dem "Twentyfive" basierende Streetwise, der ja eine Art "Survival Car" für Großstädter mit Ambitionen für Ausflüge über Wald- und Feldwege sein soll. Der Verlust von Land Rover mit seinen 4x4 Fahrzeugen nach der Zerschlagung von Rover Group plc, durch BMW im Jahr 2000, ist eben doch nicht so leicht wett zu machen. Bewußt hatte MG-Rover auf die Präsentation von MG Sport-Versionen der Limousinen (ZR, ZS, ZT) und des Sportwagens MG TF verzichtet. Schließlich sollte ja alle Aufmerksamkeit auf Rover selber liegen, was auch gut war. So konnte nämlich die zukünftige Krönung der Rover-Flotte der ungeteilten Aufmerksamkeit der Besucher nicht entgehen. Der neue Rover ("Seventyfive"??) V8!! Sie haben richtig gelesen. Es wird in naher Zukunft nach einer über 18-jährigen Pause wieder eine große Limousine mit 8 Zylindern unter dem Namen Rover geben. Dieser basiert auf dem "Seventyfive", was Aussehen und Innenausstattung angeht hat aber unter dem Blech den bereits aus dem angekündigten MG ZT bekannten V8 von Ford mit 4.6 Litern Hubraum. Hinzu kommt die, extra für die V8-Version, auf Hinterrad umkonstruirte Basisplattform, damit die 260 PS auch auf die Straße kommen. Die Zielsetzung dürfte damit wohl klar sein. Zurück zur starken, schnellen Reiselimousine mit klassischem Hinterradantrieb a la Rover P5B, P6B oder SD1. Auffallend war der riesige Lufteinlaß in der Stoßstange, der mit dem überarbeiteten Grill ein wenig an Audi der neuesten Generation erinnerte. Mit eben genau diesem, A6 als auch mit der 5er Reihe oder großen Volvo, Alfa und dem S-Type von Jaguar wird er sich dann auch messen lassen müssen. Ob das nur V8 "gebadgte" Auto ohne den Namen "Seventyfive" auf den Markt kommt, war indes nicht zu erfahren. Denkbar und logisch, wenn auch rein spekulativ, wäre das Wiederaufleben des traditionellen Namens Vitesse, da der Vanden Plas ja ebenfalls, zumindest in GB, als um 40 cm verlängerte Chauffeurs-Limo, bereits im Jahr 2002 lustige Auferstehung feierte. Auch hier fiel die Typbezeichnung weg! Ob, wie für den MG ZT V8 bereits angekündigt, später auch eine Rover-Version mit 360 PS kommen wird, ist unklar.
 
Bleibt zu hoffen, daß Rovers Pläne zur Rückkehr in den Markt der "großen" Reiselimousinen von Erfolg gekrönt sein wird und die Spritpreise in den nächsten Jahren dies nicht vereiteln werden. Das Auto hat mit Sicherheit ein großes Potential und könnte sowohl den "Seventyfive" pushen als auch die Marke als Ganzes anschieben. Let's wait and have tea! Eben genau diesen hatten wir dann auch noch nach erfolgter Besichtigung des Herrenhauses im hauseigenen Gartencafé mit Blick in den Park, bevor die Feier ihrem Höhepunkt entgegenstrebte.
 
Ein Concours d'Elegance wurde abgehalten, bei dem vorher die zu prämierenden Autos gewählt werden konnten um dann nach Vorstellung prämiert zu werden. Dies ließ sich der Hausherr selber, Lord Hertford, natürlich nicht nehmen und hielt die Verleihung und Übergabe der Preise selber ab, bevor er nach getaner Arbeit in Begleitung seiner Jagdhunde und des Jagdaufsehers in einem Golf-Caddy von dannen zog.
 
Nachdem die Veranstaltung, auf der auch Clubkollege Harald Brombas aus Köln, mit Frau, uns in die Arme lief, der dort endlich die entsprechenden Kontakte und Anschluß fand um, die Restaurierung seines 1936er Rover P2 voran zu treiben, gegen 18 Uhr zu Ende ging, ließen wir den Abend nach einer gemeinsamen Fotosession der P4-Gruppe mit Sektempfang vor Bills Haus bei einem letzten gemeinsamen Dinner im "Red Lion" und einigen letzten Pints ausklingen.
 
Montag Morgen gegen 6 Uhr ging es dann wieder Richtung Dover und nach einer flotten Kanalüberquerung mit übrigens den gleichen technischen Problemen des Schiffes, wie auf der Hinfahrt, gab es einen letzten gemeinsamen Kaffee an einer belgischen Raststätte, zu dem uns Heinz Jagdfeld eingeladen hatte. Er hatte Geburtstag. Danach trennten sich die jetzt nur noch drei "Tantchen", Müllers waren in England geblieben, da sie noch weiter nach Irland wollten um Freunde zu besuchen, um dann in Richtung Westen (Aachen) wir, nach Norden (Wolfenbüttel) Wehrstedts und nach Osten (Rostock) Rzepkowskis davon zu eilen.
 
Als ich gegen 19 Uhr in Aachen meinen Rover 214 SEI bestieg um weiter nach Köln zu fahren, ertappte ich mich beim Blick in den Spiegel. Ich grinste!
 
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